Kunstobjekte

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Si pfiifft de ganzi Tag und dichtet näbebii
suecht Rose im Haag, was isch denn do debii?
pfiiffe und dichte, das isch guet,
und s'Lehre chönnt mer gstohle wärde,
s'ander wäri gnueg!

(Kunstmaler Max Widmer über die damals 10-jährige Susanna)

 

«Das Schöne an meinem Leben ist, dass ich wenig muss und vieles darf.»

 

Geboren und aufgewachsen in Gränichen AG als Tochter einer künstlerisch begabten Mutter und eines Vaters mit exzellenten handwerklichen Fähigkeiten.

Bereits als kleines Mädchen verbrachte ich viele Stunden im Atelier eines mit der Familie befreundeten Kunstmalers. Ich war begabt, und ich hatte einen Traum: Ich wollte malen, sägen, hämmern, gestalten − und ich wollte wie er meine Werke präsentieren. Irgendwann. Die Ausbildung zur Handbuchbinderin war kunsthandwerklich optimal für mich und eine solide Basis für meine Pläne. In den folgenden Jahren tat ich jedoch vieles, was ich im Grunde gar nicht wollte und unterliess noch mehr, was mir wichtig gewesen wäre. Meine Kreativität war zwar in allem, was ich tat spürbar, aber so richtig ausgelebt habe ich sie nicht. Erst von allen Fesseln befreit, habe ich meinen Weg gefunden und führe nun das Leben, das mir entspricht. Die Erfüllung meines Lebenstraums, die erste Ausstellung im April 2005, war ein grosser Erfolg und bleibt unvergessen.

Das Atelier ist mein Refugium. Hier lasse ich den Lärm der Welt draussen und vergesse Zeit und Raum. In der selbst gewählten Einsamkeit fühle ich die Intensität des Lebens. Ich male Bilder in Acryl und fertige Plastiken aus den verschiedensten Werkstoffen wie Holz, Aluminium, Eisen und Papier. Einen besonderen Stellenwert in meinem künstlerischen Schaffen hat die Malerei. Sie ist Inspiration, Freiheit, Leidenschaft und Glück, und sie gibt mir wertvolle Momente zum Innehalten. In ihr kann ich Erlebtes verarbeiten, Eindrücke wiedergeben oder experimentieren, ob ein Versuch die Wirkung hat, die ich mir vorstelle. Mit einer Vielschichtigkeit von Farben auf den Betrachter wirken und bei ihm etwas auslösen, ist Ziel und Glücksgefühl zugleich. Es ist ein ständiger Prozess, der mich treibt, weiterzukommen und Neues zu entdecken. Ich bin unterwegs.

post scriptum

Der Sinn der Kunst ist nicht, zu erklären, oder erklärt zu werden, auch nicht, jedermann zu gefallen. Der Sinn der Kunst ist das Zwiegespräch, das sie auslösen kann, das Finden oder Abgrenzen innerhalb einer Diskussion.

 

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